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Düsseldorfer Landgericht: Urteil gegen Schleuser erwartet

Im Prozess um die Schleusung von Geflüchteten aus Eritrea wird heute (Mittwoch, 26. Juli 2023) am Düsseldorfer Landgericht das Urteil erwartet. Angeklagt ist ein 31-Jähriger Mann. Ihm werden erpresserischer Menschenraub und bandenmäßige Schleusung vorgeworfen.

© New Africa – stock.adobe.com

Laut Anklage gehörte der Mann einer Schleuserbande an, die von Libyen aus gearbeitet hat. Sie soll vor rund zehn Jahren Menschen, die aus Eritrea geflüchtet waren, in Libyen gefangen genommen und dann gezwungen haben, für die Überfahrt nach Italien bis zu 3.000 Euro aufzubringen, bei Angehörigen in Deutschland. Wenn die Angerufenen nicht zahlen wollten oder konnten, wurde ihnen damit gedroht, dass die Geflüchteten getötet würden. – Der Angeklagte soll das Geld bei den Angehörigen einkassiert und dann nach Libyen weitergeleitet haben. Dafür hat er laut Anklageschrift fünf Prozent Provision kassiert. Das hat er zugegeben. Vom Elend in den libyschen Gefangenenlagern will er aber nichts gewusst haben.

Weitere Links und Infos zum Thema:

Die Homepage des Landgerichts Düsseldorf

Vorschläge zur Asylrechtsreform

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