Unterhaltsberechnung leicht gemacht:
Die Düsseldorfer Tabelle

 

Allgemeines zur Düsseldorfer Tabelle

Was regelt die Düsseldorfer Tabelle?

Düsseldorfer TabelleDie Düsseldorfer Tabelle regelt den Kindesunterhalt nach Trennung oder Scheidung in Abhängigkeit vom elterlichen Einkommen. Sie wird einmal jährlich von den deutschen Oberlandesgerichten und dem Deutschen Familiengerichtstag aktualisiert. Obwohl sie streng genommen keine Rechtskraft hat, wird sie von allen Familiengerichten zur Berechnung des Kindesunterhalts angewandt und ist bundesweit anerkannt. Zur Berechnung anderer Unterhaltsansprüche wird sie gelegentlich als Maßstab herangezogen.


In welchen Fällen findet die Düsseldorfer Tabelle keine Anwendung?

Im deutschen Kindesunterhaltsrecht sind die Eltern ihrem Kind zum Unterhalt verpflichtet, solange es unter 18 ist. Sobald es volljährig ist, sind die Eltern nur noch bis zum Abschluss der Ausbildung unterhaltspflichtig. Die Düsseldorfer Tabelle findet nur Anwendung, wenn das Kind noch bei einem der Elternteile wohnt. Ist es bereits ausgezogen, erhält es einen einkommensunabhängigen Festbetrag.


Ebenfalls keine Anwendung findet die Tabelle, wenn das Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen oberhalb der 10. Einkommensgruppe liegt. Hier legt das Gericht den Unterhalt nach den Umständen des Einzelfalls fest. Die Unterhaltshöhe orientiert sich dabei zwar an den Lebensumständen, die das Kind gewohnt ist, darf aber kein Leben im Luxus ermöglichen.


Wer ist zum Kindesunterhalt verpflichtet und wie hoch ist dieser?

Ist das Kind unter 18 Jahre alt und leben die Eltern beispielsweise nach einer Scheidung oder Trennung getrennt, muss derjenige Elternteil, bei dem das Kind nicht wohnt, dem anderen Elternteil Kindesunterhalt zahlen. Dazu wird sein Nettoeinkommen in eine der 10 Einkommensgruppen der Tabelle eingeordnet. Anschließend wird das Kind in eine der 4 Altersgruppen der Tabelle eingeteilt. Nun kann man den Unterhaltsbetrag einfach aus dem entsprechenden Feld ablesen.
Bei mehreren Kindern addieren sich die Beträge. Die Berechnungsgrundlage ändert sich, wenn das Kind volljährig wird. Ab diesem Zeitpunkt werden beide Elternteile unterhaltspflichtig. Die Berechnung der genauen Zahlbeträge erfolgt dann nach einer Quote.

Welche Besonderheiten hat die Düsseldorfer Tabelle bei volljährigen Kindern?

Ist das Kind 18 Jahre oder älter, erhält es selbst die Unterhaltszahlung, die beide Eltern gemeinsam aufbringen müssen. Lebt das Kind bei einem der Elternteile, ist dieser trotzdem unterhaltspflichtig, kann sich aber die Kosten für Wohnung und Verpflegung anrechnen lassen. Zur Berechnung der Unterhaltshöhe wird das Nettoeinkommen der Eltern addiert und in eine der 10 Einkommensgruppen der Tabelle eingeordnet. In der Spalte „ab 18“ kann anschließend abgelesen werden, wie viel Unterhalt beide Eltern gemeinsam dem Kind schulden.

Mehr Infos zum Thema Unterhalt bei volljährigen Kindern finden Sie hier.


Bedarfskontrollbetrag, Mehrbedarf & Co. - Besonderheiten bei der Berechnung der Höhe des Kinderunterhalts

Kindesunterhalt Das augenscheinlich einfache Prinzip der Düsseldorfer Tabelle wird durch viele Ausnahmen erschwert: Die Einkommensgruppe kann sich nach der Anzahl der Kinder und dem Bedarfskontrollbetrag verschieben. Besonders letzterer unterliegt starken regionalen Schwankungen, weil er sich nach den gewöhnlichen Lebensunterhaltskosten richtet und insbesondere nach dem Mietspiegel variiert. Zur Berechnung des genauen Zahlbetrages empfiehlt es sich, einen Unterhaltsrechner zu verwenden.

Zudem ist in der Tabelle weder der Mehrbedarf noch der Sonderbedarf enthalten. Mehrbedarf sind alle regelmäßig anfallenden und vernünftigen Zusatzkosten. Ist das Kind nicht gesetzlich versichert, enthält der Mehrbedarf beispielsweise die Kosten der privaten Kranken- und Pflegeversicherung.

Dem Sonderbedarf werden nur unregelmäßige Kosten zugerechnet. Hier gilt das Prinzip, dass der Unterhaltsberechtigte sich vom Grundunterhalt ein Finanzpolster ansparen muss. Der Unterhaltspflichtige muss im Rahmen des Sonderbedarfs deshalb nur noch solche Kosten übernehmen, die besonders unerwartet oder hoch waren. Studiengebühren müssen regelmäßig angespart werden und unterfallen nicht dem Mehrbedarf, werden in Einzelfällen aber dem Sonderbedarf zugerechnet.

Sowohl Mehr- als auch Sonderbedarf werden nach den Umständen des Einzelfalls bemessen, wobei die Belange des Kindes in der Abwägung schwerer wiegen als die des Unterhaltspflichtigen.

Allgemeines zur Düsseldorfer Tabelle

Was regelt die Düsseldorfer Tabelle?

Düsseldorfer Tabelle

Die Düsseldorfer Tabelle regelt den Kindesunterhalt nach Trennung oder Scheidung in Abhängigkeit vom elterlichen Einkommen. Sie wird einmal jährlich von den deutschen Oberlandesgerichten und dem Deutschen Familiengerichtstag aktualisiert. Obwohl sie streng genommen keine Rechtskraft hat, wird sie von allen Familiengerichten zur Berechnung des Kindesunterhalts angewandt und ist bundesweit anerkannt. Zur Berechnung anderer Unterhaltsansprüche wird sie gelegentlich als Maßstab herangezogen.



In welchen Fällen findet die Düsseldorfer Tabelle keine Anwendung?

Im deutschen Kindesunterhaltsrecht sind die Eltern ihrem Kind zum Unterhalt verpflichtet, solange es unter 18 ist. Sobald es volljährig ist, sind die Eltern nur noch bis zum Abschluss der Ausbildung unterhaltspflichtig. Die Düsseldorfer Tabelle findet nur Anwendung, wenn das Kind noch bei einem der Elternteile wohnt. Ist es bereits ausgezogen, erhält es einen einkommensunabhängigen Festbetrag.

Ebenfalls keine Anwendung findet die Tabelle, wenn das Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen oberhalb der 10. Einkommensgruppe liegt. Hier legt das Gericht den Unterhalt nach den Umständen des Einzelfalls fest. Die Unterhaltshöhe orientiert sich dabei zwar an den Lebensumständen, die das Kind gewohnt ist, darf aber kein Leben im Luxus ermöglichen.


Wer ist zum Kindesunterhalt verpflichtet und wie hoch ist dieser?

Ist das Kind unter 18 Jahre alt und leben die Eltern beispielsweise nach einer Scheidung oder Trennung getrennt, muss derjenige Elternteil, bei dem das Kind nicht wohnt, dem anderen Elternteil Kindesunterhalt zahlen. Dazu wird sein Nettoeinkommen in eine der 10 Einkommensgruppen der Tabelle eingeordnet. Anschließend wird das Kind in eine der 4 Altersgruppen der Tabelle eingeteilt. Nun kann man den Unterhaltsbetrag einfach aus dem entsprechenden Feld ablesen.
Bei mehreren Kindern addieren sich die Beträge. Die Berechnungsgrundlage ändert sich, wenn das Kind volljährig wird. Ab diesem Zeitpunkt werden beide Elternteile unterhaltspflichtig. Die Berechnung der genauen Zahlbeträge erfolgt dann nach einer Quote.



Welche Besonderheiten hat die Düsseldorfer Tabelle bei volljährigen Kindern?

Ist das Kind 18 Jahre oder älter, erhält es selbst die Unterhaltszahlung, die beide Eltern gemeinsam aufbringen müssen. Lebt das Kind bei einem der Elternteile, ist dieser trotzdem unterhaltspflichtig, kann sich aber die Kosten für Wohnung und Verpflegung anrechnen lassen. Zur Berechnung der Unterhaltshöhe wird das Nettoeinkommen der Eltern addiert und in eine der 10 Einkommensgruppen der Tabelle eingeordnet. In der Spalte „ab 18“ kann anschließend abgelesen werden, wie viel Unterhalt beide Eltern gemeinsam dem Kind schulden.
Mehr Infos zum Thema Unterhalt bei volljährigen Kindern finden Sie hier.



Bedarfskontrollbetrag, Mehrbedarf & Co. - Besonderheiten bei der Berechnung der Höhe des Kinderunterhalts

Kindesunterhalt

Das augenscheinlich einfache Prinzip der Düsseldorfer Tabelle wird durch viele Ausnahmen erschwert: Die Einkommensgruppe kann sich nach der Anzahl der Kinder und dem Bedarfskontrollbetrag verschieben. Besonders letzterer unterliegt starken regionalen Schwankungen, weil er sich nach den gewöhnlichen Lebensunterhaltskosten richtet und insbesondere nach dem Mietspiegel variiert. Zur Berechnung des genauen Zahlbetrages empfiehlt es sich, einen Unterhaltsrechner zu verwenden.

Zudem ist in der Tabelle weder der Mehrbedarf noch der Sonderbedarf enthalten. Mehrbedarf sind alle regelmäßig anfallenden und vernünftigen Zusatzkosten. Ist das Kind nicht gesetzlich versichert, enthält der Mehrbedarf beispielsweise die Kosten der privaten Kranken- und Pflegeversicherung.

Dem Sonderbedarf werden nur unregelmäßige Kosten zugerechnet. Hier gilt das Prinzip, dass der Unterhaltsberechtigte sich vom Grundunterhalt ein Finanzpolster ansparen muss. Der Unterhaltspflichtige muss im Rahmen des Sonderbedarfs deshalb nur noch solche Kosten übernehmen, die besonders unerwartet oder hoch waren. Studiengebühren müssen regelmäßig angespart werden und unterfallen nicht dem Mehrbedarf, werden in Einzelfällen aber dem Sonderbedarf zugerechnet.

Sowohl Mehr- als auch Sonderbedarf werden nach den Umständen des Einzelfalls bemessen, wobei die Belange des Kindes in der Abwägung schwerer wiegen als die des Unterhaltspflichtigen.